Steht Fasten oder die Detox-Kur schon bei dir im Kalender?

Spätestens mit Beginn der Fastenzeit soll es losgehen.

Endlich die lästigen, überflüssigen Pfunde loswerden oder mal so richtig den Körper entgiften.

Fasten bedeutet generell den Verzicht auf Dinge, die uns selbstverständlich scheinen.

Mit einer Fastenkur soll eine bewusstere Wahrnehmung, die eigene Achtsamkeit und natürlich auch eine möglichst große Gewichtsreduktion erreicht werden.

Ist das wirklich nötig?

Wo wir uns gerade umsehen, in der Brigitte, Für Sie oder auch in der Bild der Frauen, schreien uns praktisch schon die verschiedensten Fastenkuren und bestellbaren Produkte für ein schönes und schlankes Ich an.

Du kannst Einweißshakes kaufen, Pillchen einnehmen oder sogar einen Fastenurlaub buchen. Alles zu deinem Besten und für deine Schönheit.

Musst du dich wirklich mit Hungerkuren oder Einschränkungen in die Wunschkleidergröße zwängen lassen.

Ganz besonders, wenn wir auf die Funktionalität deines Stoffwechsels achten, machen Nulldiäten keinen Sinn (Mehr dazu erzähle ich dir in der letzten Episode von Einfach lebensfroh).

One fits for all – Stimmt das?

Wenn du wirklich auf Nahrungsmittel verzichten willst, dann gibt es andere GESÜNDERE Wege deinen Körper zu entgiften und überflüssige Pfunde loszuwerden.

Clean Eating, habe ich dir in der letzten Episode schon ganz kurz vorgestellt. Heute möchte ich auf diese besondere Art des „Fasten“ näher eingehen.

Weitere Fastenarten, die ich genannt habe, waren das Rohkost- oder Molkefasten und das klassische Heilfasten.

Nicht jede dieser Fastenarten ist für jeden Menschen gleichermaßen geeignet, manchmal sogar krankheitsfördernd.

One fits for all – passt hier überhaupt nicht!

Und das ist auch gut so! Denn mit diesem Wissen im Hinterkopf kann ich mich von dem Müsste, Sollte, Könnte verabschieden und genau die passende Fastenform auswählen, die meine Gesundheit unterstützt und dir durch deine Stärken leichtfällt.

Heute möchte ich dir grundsätzlich das Vorgehen beim Fasten erklären und dann die elementaren Unterschiede zwischen der Heilfastenkur und anderen sanfteren Varianten aufzeigen.

4 Tipps für eine erfolgreiche Fastenkur

Bevor du mit jeder Ernährungsumstellung oder gar Verzichtdiät beginnst, solltest du diese Tipps auf jeden Fall beachten!

Tipp 1: Finden den RICHTIGEN Zeitpunkt für dich

Lass dich niemals auf allgemeine Termine (z. B. Fastenzeit) ein, wenn du eigentlich gerade gar keine Zeit dafür in deinem Leben hast.

Während eines Projekts oder einer sehr anstrengenden Phase mit deinen Kindern oder auch im Job, bei ständigem Termindruck und grundsätzlichem Stress in deinem Leben, ist eine klassische Fastenkur niemals eine gute Idee.

Auch direkt nach einer überstandenen Erkrankung oder bei chronischen Krankheiten solltest diese Fastenvariante nicht in Erwägung ziehen.

Tipp 2: Vermeide (chronischen) Schlafmangel.

Gestaltet sich deine Schlafzeit eher unruhig. Oder bekommst nicht ausreichend Schlaf, weil dein Kind oder du selbst schlecht schläfst, solltest du warten, bis sich deine Schlafsituation wieder verbessert hat.

Tipp 3: An einer guten Vorbereitung kommst du nicht vorbei.

Du willst endlich abnehmen und hast beschlossen, morgen ist der Tag der Tage; Du beginnst!

Die Wahrscheinlichkeit, dass du schneller wieder aufgibst, als durchhältst, ist um ein Vielfaches größer, denn deine mentale Einstellung, z. B. auch mit Set-Backs umzugehen, ist sehr wichtig, um nicht die Lust und Motivation zu verlieren

Nutze DIESE Fragen, um dir über deine konkreten Ziele und Erwartungen an dich, klar zu werden:

WARUM möchte ich diese Fastenkur machen?

Was erwarte ich mir davon?

Wie soll mein Ergebnis aussehen?

Wie groß ist gerade meine Bereitschaft das Erforderliche dafür zu tun, auf einer Skala von 1 (= keine Motivation) bis zu 10 (=voll motiviert).

Schreibe deine Erkenntnisse und Gedanken auf ein Blatt Papier.

Erst wenn du dir darüber klar bist, solltest du in die weitere Planung gehen.

Zwingend ERFORDERLICH:

Ziehe deinen Hausarzt zu Rate

Konsultiere immer deinen Hausarzt und lass abklären, ob dein Körper die Belastung eine extreme Fastenkur überhaupt aushalten kann. Schwangere, Kinder und Menschen älter als 65 und chronisch Kranke sollte davon grundsätzlich absehen. Es gibt IMMER gesündere Wege, um langfristig abzunehmen und den Körper zu entgiften.

Kurze Hintergrund-Information:

Eine Fastenkur ist eine starke Belastung für den Körper. Die fehlende Energie aus der Nahrung holt sich der Körper dann idealerweise aus dem Fettgewebe (deshalb nehmen wir ja ab). Da sich im Fettgewebe grundsätzlich immer Schwermetalle (also Giftstoffe) festsetzen, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass diese Giftstoffe während der Fastenkur freigesetzt werden und den Stoffwechsel zusätzlich belasten.

Tipp 4: Deine Fastenkur dauert niemals länger als 7 bis 10 Tage.

Überlaste deinen Stoffwechsel nicht und behalte auch im Hinterkopf, dass dein Körper sich an die geringe Energiezufuhr schlussendlich gewöhnen wird und du dann beim Wiedereinführen aller Nahrungsmittel mit dem Jo-Jo-Effekt kämpfen wirst.

So läuft eine Heilfastenkur üblicherweise ab.

5) Entlastungstag, manchmal auch eine ganze Entlastungs-Woche

Am Entlastungstag bereitest du dich körperlich und geistig auf die kommende Nahrungsumstellung vor, machst die letzten Besorgungen. Du verzichtest ab diesem Tag auf Kaffee, Alkohol, Zigaretten und Naschkram.

Bis zu drei Liter Wasser solltest du an diesem Tag bereits trinken, um die Entgiftung des Körpers von Anfang an zu unterstützen.

Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Salat und hochwertiges Getreide, z. B. mit Dinkel- oder Haferbrei ist eine gute Wahl an diesem Tag.

Beim Rohkostfasten kann z. B. auch mit einem täglichen grünen Smoothie über eine ganze Woche begonnen werden, bevor die eigentliche Fastenwoche beginnt.

6) Die Fastenwoche, dauert niemals länger als 7 (!) Tage

Je nach Kur werden über den Tag verteilt frisch zubereitete Gemüsebrühe, Kräutertees, Getreidebreie oder verschiedensten frischen Säfte über den Tag verteilt, gegessen oder getrunken.

Die Kalorienmenge bei diesen Fastenkuren ist zwar deutlich reduziert, liegt aber nicht bei null. Das ist ganz wichtig zu beachten, denn Nulldiäten sind auf gar keinen Fall zielführend.  Mit der Brühe, dem Getreidebrei oder den Säften bekommt der Körper ein Minimum an Energie zugeführt.

7) Körperliche Anwendungen

Die Zeit der Fastenkur für den Körper also eine große Herausforderung und damit ein Special Event. Du brauchst du auf jeden Fall die nötige Zeit und Ruhe, um deinen Körper zu pflegen und zu unterstützen.

Durch körperliche Anwendungen, wie Sauna, Kneipp-Bäder oder auch Salzsocken, kannst du ganz wundervoll den Entgiftungsprozess unterstützen.

Salzsocken sind übrigens auch einen tolle Möglichkeit, um eine schwelende Erkältung, die nicht raus will, zu unterstützen.

Löse einfach einen guten EL Speisesalz in körperwarmen Wasser auf, gib ein paar Baumwollsocken in die Salzlösung, wringe die Socken leicht aus und ziehe dann die Socken über deine Füße. Über dieses Sockenpaar ziehst du ein weiteres warmes Sockenpaar an und legst dich mit einem warmen Kirschkernkissen schlafen. Am nächsten Morgen ziehst du die Socken aus, wäscht deine Füße gut unter warmen Wasser und achtest den ganzen Tag auf warme Füße.

8) Fastenbrechen

Das Fastenbrechen beendet die Fastenzeit. Schritt für Schritt wird wieder langsam feste und andere Nahrung in den Speiseplan eingeführt. Häufig sind es dann Getreideflocken und leichtverdauliche Lebensmittel, die als erstes wieder gegessen werden. So wird der Darm erst langsam wieder an die normale Ernährung herangeführt.

9) Unterstützende Maßnahmen

Häufig werden auch Einläufe oder Abführmittel zur Unterstützung einer Fastenkur empfohlen. Die Entlastung des Darms ist sicherlich eine gute Möglichkeit, um die Entgiftung voranzutreiben. Doch je nach Verträglichkeit und Aktivität des Magen-Darm-Traktes sollte dies auf jeden Fall nur in Absprache mit dem Hausarzt erfolgen.

Diese Fastenkur sicherlich effektiv, doch nicht für jedermann durchführbar.

Das bedeutet aber nicht, dass du auf eine Entgiftung und Fasten“kur“ verzichten musst. Vermutlich kommt die folgende Ernährungsumstellung deinen persönlichen Stärken entgegen und macht den Verzicht auf Nahrungsmittel, wie Zucker, Weißmehlprodukte und mehr einfacher.

Die sanfte Art einer Fastenkur

Clean Eating ist die sanfte Variante einer Fastenkur. Eigentlich ist es auch keine Kur, sondern ein Ernährungskonzept.

Wer sich langfristig gesund ernähren und einen WIRKLICHE Veränderung in den Essgewohnheiten erreichen will, sollte Clean Eating ausprobieren.

Es ist nicht auf nur einen bestimmten Zeitraum festgelegt. Die Energiemenge wird nicht drastisch reduziert und eingeschränkt, sondern über den Verzehr von frischen, gesunden Nahrungsmitteln, viel Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte langsam reduziert und der Körper immer optimal versorgt.

Natürlich findet die Gewichtsreduktion eher langsam und stetig statt, doch der Entschlackungseffekt durch Tees und körperliche Anwendungen (s.o.) intensiviert werden.

Von der Bürstenmassage über das Ingwerpeeling (dazu findest du in den Shownotes ein kleines Rezept) bis hin zu Salzbad ist vieles möglich, um so den Stoffwechsel auf sanfte Touren zu bringen.

[Tweet „Clean Eating ist also für jeden Persönlichkeitstyp eine gute Möglichkeit, zu fasten!“]

Jeder Typ kann gemäß der körperlichen Konstitution durch Tees eine Entschlackung verstärken.

Wenn interessiert, welche Teesorte für deinen Persönlichkeitstyp passen ist und wie du deinen Stoffwechsel anregen kannst, empfehle ich dir meinen Persönlichkeitstest.

Dort kannst du erfahren, ob du Adler, Affe, Elefant oder Tiger bist und wie du mit deinen persönlichen Stärken in Bewegung kommst und welche gesunden Nahrungsmittel du essen könntest, um deinen Stoffwechsel zu unterstützen.

Ob es sich für dich lohnt die anstrengende oder sanfte Variante zu wählen, musst ganz alleine du entscheiden.

Mir ist wichtig, dass du weißt, du hast verschiedenste Möglichkeiten und eine Fastenkur kann so oder so aussehen.

 

Vertraue dir und deinen Stärken und entscheide dann, was gut für dich ist!

 

Kommende Woche verrate ich dir die 10 Gründe, warum es bei dir mit dem Durchhalten bisher nicht geklappt hat.

Kannst du dir vorstellen eine klassische Fastenkur zu versuchen? Wenn ja. Was möchtest du damit erreichen?

Wenn nein. Hast du dir schon mal überlegt, worauf DU verzichten könntest, um deinen Stoffwechsel zu entlasten?

 

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